Leerstand zu Wohnraum – Tanja und Rosevita würden gerne in der Forststraße 140 einziehen!

Das ist Tanja. Tanja wohnt momentan in der Forststraße 168 und ist von einer 136 Prozentigen Mietsteigerung betroffen. Das ist eine große Sauerei und nichts anderes als eine bewusste Verdrängungspolitik für mehr Rendite. Und während Menschen wie Tanja durch Mietsteigerung aus ihrer Wohnung gedrängt werden sollen, stehen Häuser wie die Forststraße 140 jahrelang leer. Deshalb haben viele Menschen am Samstag das mehrstöckige Wohnhaus besetzt, weil die Zustände die durch Profitgier und Markt hervorgerufen werden, schon lange nicht mehr tragbar sind. Tanja muss früher oder später aus ihrer aktuellen Wohnung ausziehen, denn sie kann die Mietsteigerung nicht tragen. Sie hat gesagt, dass sie sofort zu einer sozialverträglichen Miete in die Forststraße 140 einziehen würde.

Links im Bild: Rosevita Thomas bei der Kundgebung in der Forststraße 168 am 9. März

Die andere Frau, die in eine Wohnung einziehen würde, ist Rosevita Thomas. Die alleinerziehende Mutter eines zehnjährigen Sohnes wurde bereits vor über einem Jahr aus ihrer Wohnung im Westen geworfen, angeblich aus Eigenbedarf. Heute ist in der Wohnung ein Architektenbüro. Sie besetzte im Frühjahr letzten Jahres eine von zwei Wohnungen in der Wilhelm-Raabe-Straße 4 in Stuttgart Heslach. Nach einem Monat wurde sie zwangsgeräumt, die Wohnungen dort stehen immer noch leer und Rosevita muss sich seitdem mit ihrem Sohn ein kleines Zimmer bei ihrer Schwester teilen. Fündig ist sie auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt seitdem nicht geworden. Eine Wohnung in der Forststraße 140 wäre für die beiden optimal, sie hätten wieder eine eigene Bleibe in ihrer früheren Nachbarschaft.

Einige der Wohnungen im besetzten Haus sind renovierungsbedürftig, ohne Frage. Doch es gibt bereits jetzt von vielen Seiten Angebote bei einer Sanierung zu helfen. Mit der Unterstützung Vieler könnten die Wohnungen zügig und in Eigenregie wieder in einen guten Zustand gebracht werden.